Gersheim zur familienfreundliche Gemeinde machen

Meine Ziele im Überblick

Familien

  • Familienpolitik als Querschnittsaufgabe verstehen, die in allen Bereichen wirken soll
  • Gründung eines "Bündnisses für Familie" und Vernetzung in der Gemeinde
  • Einbindung von Expertinnen und Experten sowie Eltern in die Familienpolitik
  • Schaffung eines Familienbüros im Rathaus
  • Errichtung von Treffpunkten und langfristig auch eines Jugend- und Familienzentrums
  • Regelmäßige Umfragen für eine bedarfsorientierte Gemeinde
  • Einführung eines Familienpasses

Bildung

  • Stärkung und Erhaltung der Schulstandorte
  • Einsatz für eine "echte" Ganztagsschule
  • Kostenlose Schulbuchausleihe


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Mein Programm im Detail

A. Familienförderung

Der Schwerpunkt meiner Familienpolitik wird vor allem bei nichtmonetären Leistungen und der Schaffung und Erhaltung eines förderlichen Lebensumfelds für Familien liegen. Ich will dafür eine familienfreundliche Infrastruktur errichten und dazu beitragen, die Lebensbedingungen von Familien zu verbessern. Familienpolitik muss das Gesamtbild der Gemeinde prägen. Dazu gehört sowohl die Erziehung und Betreuung von Kindern als auch die Familienberatung und –Bildung. Ebenso sind entsprechenden Baumaßnahmen, Sonderkonditionen für Familien, Ferienprogramme, eine adäquate Verkehrsinfrastruktur, Freizeitmöglichkeiten oder gar Familieneinrichtungen Teil eines solchen Gesamtbildes.

Vernetzung und gegenseitige Unterstützung

Der Erfolg einer aktiven kommunalen Familienpolitik hängt natürlich von vielen Dingen ab.  Die wichtigsten Vorraussetzungen sind jedoch der politische Wille, vom Engagement der in der Familienpolitik involvierten Personen und Verbände und dem Zusammenspiel zwischen Ehrenamtlichen, kommunaler Verwaltung und politischen Entscheidungsträgern ab. Während es in mehreren Gemeinden im Saarland bereits sog. „Bündnisse für Familie“ gibt, hängt die Gemeinde Gersheim hinterher. Ich will mich dafür einsetzen und aus der Initiative der Gemeinde heraus ein solches Bündnis auf den Weg bringen.

Denn ich will nicht Familienpolitik alleine mit Gemeinderat und Verwaltung gestalten und ausführen. Ich will Verbände, Kirchen, Initiativen, Vereinigungen und einzelne Personen, die sich in der Gemeinde für Familien engagieren, einbinden. Auch deren Entscheidungen und Angebote wirken sich unmittelbar auf das Lebensumfeld der Familien in der Gemeinde aus.

Kinder- und Familienfreundlichkeit bedeutet für mich aber vor allem, dass Familien – also die direkt betroffenen - an der Gestaltung von Familienpolitik mitwirken und Einfluss darauf haben, den Begriff "Familienfreundlichkeit" für Gersheim zu konkretisieren. Dabei will ich sie als Expertinnen und Experten zu kinder- und familienpolitischen Themen und Planungen einbeziehen. Sie haben die umfassendste Erfahrung damit, wie sich das Leben als Familie in der Gemeinde gestaltet.

Als Kontaktstelle will ich in der Verwaltung ein Familienbüro einrichten. Dort werden alle familienpolitisch relevanten Zuständigkeiten gebündelt. Dies bedeutet für Familien und ehrenamtlich Tätige, die sich für die Belange von Familien engagieren, dass sie feste Ansprechpartner haben, die gegebenenfalls ihre Anliegen und Interessen an andere Stellen weiterleiten.
Mein langfristiges Ziel ist es, Treffpunkte für Familien zu schaffen, die dazu einladen, Kontakte zu knüpfen und sich über die Situation mit Kindern auszutauschen um sich gegenseitig helfen zu können. Beispielsweise könnte dies zusammen mit meinem Vorhaben eines Jugendbegegnungszentrum errichtet werden.

Um diese Vernetzung einmal im Jahr besonders zu würdigen, werde ich als Bürgermeister einen Familientag ins Leben rufen.

Bedarfsorientierte Familienpolitik

Die Gemeinde soll mehr vorausschauende Initiativen ergreifen und nicht nur kurzfristig reagieren. Es gilt dafür zum einen die genannten Netzwerke aktiv zu nutzen, aber ständig ein Bild darüber zu bekommen wie sich der Bedarf entwickelt. Dafür werde ich regelmäßigen Umfragen (auch vor der Geburt) bei jungen Eltern veranlassen, um ermitteln zu können welche Angebote in welchem Umfang vor Ort benötigt werden. Dies soll auch verhindern, dass Maßnahmen für teueres Geld eingeführt werden, um anschließend nicht genutzt zu werden. Dies hätte man bspw. vor der Einführung der kostenlosen Windelentsorgung für Kleinkinder tun können.

Einführung eines Familienpasses

Als weitere Initiative sehe ich die Einführung eines sogenannten „Familien-Passes“ für Familien mit mehr als einem Kind vor, wie er bereits in einigen Kommunen außerhalb des Saarlandes vergeben wird.
Der Familienpass sieht eine Reihe von Leistungen und Förderungen vor, wie etwa ermäßigte Eintrittspreise für kulturelle Anlässe, ermäßigte Kursgebühren bei Fort- und Weiterbildungsveranstaltungen, Gebührenbefreiung bei der Erstellung von Kinderausweisen, Zuschüsse zu Klassenfahrten und für den internationalen Schüleraustausch sowie die ermäßigte Nutzung öffentlicher Einrichtungen (wie z.B. Schwimmbäder).

Familienpolitik ist Querschnittsaufgabe

Familienfreundlichkeit auf kommunaler Ebene bedeutet vor allem, Familien an Planungen und Entscheidungen zu beteiligen und ihren Kontaktmöglichkeiten anzubieten. Beide Angebote will ich dauerhaft zur Verfügung stellen.

B. Schulen

Die Schließung der Grundschule in Bliesdalheim betrachte ich heute wie gestern als Fehler. Insgesamt war die Grundschulschließung vor 4 Jahren ein folgeschwere Entscheidung. Statt an den Kindern zu sparen, müssen wir sie fördern. Selbstverständlich dürfen wir uns den Herausforderungen des demografischen Faktors   – auch für unsere Bildungsinfrastruktur – nicht verschließen aber im Fall der Grundschulen wäre es eine Chance gewesen kleine Klassen und somit eine bessere Betreuung zu gewährleisten.

Die beiden übrig gebliebenen Schulen in Reinheim und Medelsheim müssen wir nun weiter unterstützen, wo wir können. Dabei gilt es, die entsprechenden Möglichkeiten für die Nachmittagsbetreuung zu schaffen bzw. auszubauen und die Gebäude in einem derartigen guten baulichen Zustand zu erhalten, dass sich Lehrpersonal, Kinder und Eltern darin wohl fühlen. Ich stehe zum dem Konzept der „echten“ Ganztagsschule nach rheinland-pfälzischem Modell. Das jetzige Modell ist ein reines Aufbewahrungssystem für Kinder. Die Zeit am Nachmittag muss pädagogisch sinnvoll genutzt werden und dafür sorgen, dass einzelne Schwächen und Stärken der Kinder bessere Beachtung finden. Daher werde ich mich als Bürgermeister dafür einsetzen, dieses Modell einer echten Ganztagsschule zu fördern und damit erreichen, dass Familie und Beruf vereinbar bleiben oder werden und die Kinder besser gefördert werden.

Die CDU traut sich bis heute nicht das Konzept der SPD zu einer echten Lernmittelfreiheit umzusetzen. Nun müssen Eltern in einem halbgaren Modell 40 Euro für die Bücherausleihe zahlen, das Land zahlt nur 9 Euro pro Kind. Ich bin der Meinung, dass der Bildungserfolg NIE vom Geldbeutel der Eltern abhängig sein darf. Leider sieht die Realität – auch in unserer Gemeinde – anders aus. Daher werde ich dafür sorgen, dass die Lücke, die durch die Mutlosigkeit der CDU entstanden ist, von der Gemeinde geschlossen wird. Damit wären Schulbücher für alle Grundschülerinnen und Grundschülern in der Gemeinde Gersheim kostenfrei.

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